Aktionstag: Erneuerbare Energien

Am 25. Mai starteten 30 LandFrauen am Klosterplatz Kirchgellersen mit dem Fahrrad zur Tour in der Samtgemeinde Gellersen.  Thema dieser Tour war die Energieversorgung der Zukunft. Erneuerbare Energien sind zentral für einen erfolgreichen Energiewechsel. Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse  machen uns unabhängig von fossilen Energie-Importen und sichern eine klimafreundliche Versorgung.

Die LandFrauen besichtigten die Energiequellen vor Ort und erhielten Informationen zum aktuellen Stand. So ging die Tour zuerst nach Südergellersen. Hier empfing uns Carsten Beecken an einen der ersten Windräder mit einer Narbenhöhe von 80 m und erklärte uns den Bau und die Nutzung eines Windrades. Der Strom geht nach Rettmer und wird dort in das große Netz eingespeist. Später wurde noch ein größeres Windrad besichtigt. Ein Windrad kann  je nach Größe ca. 2  bis 7 Millionen kWh im Jahr erzeugen. Doch es ist nicht immer Wind und so stehen die Räder manchmal still. Die Tour führte uns weiter zur Flächen-Photovoltaikanlage. Diese Anlage ist seit 2008 in Betrieb, wurde aber auch bereits erweitert. Die heutigen Solarmodule sind leistungsstärker geworden und erzeugen bereits Strom, sowie es hell ist. Leider ist die Speicherung der Energie von Wind und Sonne noch nicht möglich. Daher steht bislang nicht jederzeit genügend Energie zur Verfügung.

Nach diesen vielen interessanten Informationen gab es erstmal eine Pause. Im Dorfgemeinschaftshaus in Südergellersen standen kalte und warme Getränke, Brötchen und Butterkuchen bereit. Diese Stärkung tat gut und die Frauen konnten sich schon mal über die neu erworbenen Kenntnisse austauschen. Dann ging die Fahrradtour weiter nach Kirchgellersen zur Bioenergie Gellersen.

Die Biogasanlage wird seit 2013 von 11 Landwirten aus der Region betrieben. Carsten Hövermann stellte das Konzept der Anlage vor. Die landwirtschaftlichen Produkte werden von den Gesellschaftern der Anlage angebaut. Täglich wird die Anlage mit verschiedenen Substraten gefüttert. Im Fermenter werden die Substrate von den Bakterien bei 42 Grad C zu Biogas vergoren. Das Rohbiogas wird dann in einer Aufbereitungsanlage zu Erdgasqualität veredelt und in das Erdgasnetz eingespeist. 1/3 des Biogases wird zur Stromerzeugung genutzt und kann nach Bedarf des Stromnetzes abgerufen werden.  Das anfallende Kohlendioxid (CO2) konnte bislang nicht genutzt werden. Demnächst wird es in einer Aufbereitungsanlage verflüssigt und als Kohlensäure für die Getränkeindustrie verwendet. Die Gärreste werden als natürlichen Dünger wieder auf die Felder gebracht. Die erzeugte Energie der Biogasanlage ist regelbar und jederzeit verfügbar.

Geselliges Beisammensein

Am 24. Mai trafen sich unsere Seniorinnen zum unterhaltsamen Nachmittag im Wintergarten der Wassermühle in Heiligenthal. Nach der Begrüßung stärkten sich die Frauen erstmal mit leckerer Schwarzwälder Kirsch- und Buchweizentorte. Danach wurden kleine Geschichten von Martina Helbrecht vorgelesen und natürlich das beliebte Bingo gespielt, bevor der Musiker Klaus Stehr zu seiner Gitarre griff. Volkslieder auf Platt- und Hochdeutsch luden zum Mitsingen ein, aber auch Schlager sorgten für beste Stimmung. Zum Schluss gab es ein liebevoll handgefertigtes Geschenk von Martina Helbrecht für alle Frauen.

Kreativkurs Glasperlen

Mit teilweise skeptischen Blick betraten die Teilnehmerinnen den vorbereiteten Raum. Denn auf den Tischen standen bereits die Utensilien für die nächsten 3 Stunden parat: Neben Kühlgranulat, Metallstäben präpariert mit Trennflüssigkeit und Steinplatten warteten dort 12 Brenner auf ihren Einsatz.

Damit das Glas zu Perlen geformt werden kann, benötigt man xxx Grad und dies erreichen wir in diesem Kurs von AGIL mit den genannten Brennern. Nach den einleitenden Worten der Kursleiterin trauten sich dann doch alle an die Geräte und formten zunächst sogenannte Stringer, indem sie das in der Flamme geschmolzene Glas mit einer Pinzette in die Länge zogen.

Die nächste Lektion war dann das Formen der eigentlichen Perle. Hier zeigte sich dann, dass Glasperlen herstellen eine Sache der Geduld ist. Bis das Glas sich wirklich kugelrund um den Stab geformt hatte, vergingen teilweise 10-15 Minuten.

In dem dritten und in diesem Schnupper-Kurs letzten Teil wurden die dann geformten Perlen mit Punkten und Linien verziert, indem der Stringer darauf verschmolzen wurde. Hier war viel Fingerspitzengefühl gefragt.

Am Ende des Kurses konnte jede der Teilnehmerinnen ihre Werke stolz mitnehmen.

„Künstliche Intelligenz im Alltag“ – Heute, Morgen und danach?

Am 10.04.2024 fand in der Heiligenthaler Wassermühle die Veranstaltung zum Thema „Künstliche Intelligenz im Alltag“ – Heute, Morgen und danach? mit dem Referenten Prof. Dr. Ricardo Usbeck von der Leuphana Universität Lüneburg statt.

Nach einem gemeinsamen Imbiss hat Prof. Usbeck den 62 Teilnehmerinnen anschaulich erläutert, wie ChatGPT und andere Text KIs funktionieren und brachte Beispiele für die positive Nutzung von KI z.B. für kreatives Schreiben, bessere Suche im Netz, aber auch negative Nutzung der KI z.B. Fake News. Im Anschluss fand ein reger Austausch zum Thema statt.

Es hat sicher viele Anwesende angeregt mit offeneren Augen in Bezug auf künstliche Intelligenz durch den Alltag zu gehen.

Als Schlussfazit ein Satz des deutschen Ethikrates: „KI darf den Menschen nicht ersetzen“ und ein wichtiger Rat von Prof. Dr. Ricardo Usbeck:

„Menschen müssen KI kompetent nutzen“

Girls just wanna have fun

Dies war auch dieses Jahr wieder unser Motto für eine gelungene Tanzveranstaltung der Landfrauen Kirchgellersen.

41 Frauen genossen den Abend mit der Musik von DJ Sühli und leckeren Getränken sowie netten Gesprächen. Auch wenn sich, am nächsten Tag, der ein oder andere Muskelkater einstellte.

Für alle Generationen war was dabei und jede konnte mal mitsingen.

Das Nachtlager machte einen schönen Abschluss. Mit Liedern, wie Sierra Madre schaukelten wir ein letztes Mal zum Takt der Musik.

Nun blieb uns nur noch zu sagen:

Auf Wiedersehen… kommt gut nach Hause!

Es war ein schöner Abend. Auch für das Organisations-Team

Jahreshauptversammlung 2024

Auf der Jahreshauptversammlung am 14. März im Gasthaus Kruse in Oerzen erfuhren die Mitglieder alle aktuellen Daten, wurden über die nächsten Vorhaben des Vereins informiert, lauschten dem Grußwort vom Samtgemeindebürgermeister Steffen Gärtner und sahen aufmerksam unseren fotografischen Jahresrückblick zu.

In Südergellersen gab es einen Wechsel bei den Ortsvertreterinnen. Heike Gärtner ist auf Wunsch vorzeitig ausgeschieden und wurde für ihr Engagement im Verein ausgezeichnet. Als neue Ortsvertreterinnen wurden Susann Giermann und Aitana Kraske von der Versammlung bestätigt.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Marianne Hanstedt geehrt und für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Brunhilde Bossow (nicht anwesend), Gertraude Schiefelbein und Ingrid Witthöft (nicht anwesend) geehrt. Alle erhielten persönliche Urkunden, ein Buchgeschenk und Blumen.

Besonders hervorzuheben ist, dass seit der letzten Jahreshauptversammlung 36 Frauen neu in den Verein eingetreten sind.

Frauentag Vortrag: “Wie schützen sich Frauen vor Gewalt?“

Seit mehr als 100 Jahren setzen sich Frauen für die Gleichberechtigung ein. Unsere heutigen Rechte sind nicht selbstverständlich. Sie wurden von Frauen in jahrelangen unermüdlichen Einsätzen nach und nach errungen. Aber die Gleichstellung ist immer noch nicht erreicht. So setzen die Frauen am 8. März ein Zeichen und fordern weiterhin die Gleichstellung und ihre Rechte.

Auch beim Thema „Gewalt“ sind die Frauen im Nachteil. Was ist Gewalt? Wann fängt Gewalt an? Wie kann ich mich gegen Gewalt schützen?

Diese Fragen konnte Frau Kathrin Richter von der Kriminalprävention beantworten und stellte uns ein Drehbuch der Gewalt vor, wo dargestellt wird, wie der Täter Gewalt inszeniert und seine Opfer aussucht.

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Besser ist es, genau hinzuschauen, der eigenen Wahrnehmung trauen, Handlungsmöglichkeiten durchdenken, eine aktive Entscheidung treffen und HANDELN. Selbstvertrauen in mich und meine Leistungsfähigkeit setzen. Hier kann sich jede Person für etwas anderes entscheiden, denn Menschen sind unterschiedlich.

Wenn man die Möglichkeit hat, bei konkreter Gefahr immer den Notruf der Polizei 110 wählen.

Es gibt für Beratungen viele Hilfetelefonnummern. Bei Gewalt gegen Frauen ist es die 116 016.

Nach dem zweistündigen aktiven Vortrag tauschten sich die Frauen noch in lockerer Runde aus.

Wie super sind Superfoods? – LandFrauenfrühstück mit Vortrag

Am 24. Februar 2024 fand das LandFrauen-Frühstück in der Wassermühle in Heiligenthal statt. Annähernd siebzig Frauen genossen das vielfältige und schön angerichtete Frühstück auf dem Saal der Wassermühle. Auf den geselligen Teil folgte der informative Teil. Als Referentin wurde Frau Heike Dittmer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen begrüßt. Als Fachfrau in Sachen Ernährung hat sie anschaulich geschildert, was dran ist an den sogenannten Superfoods. Schon die Bezeichnung Superfood ist eine reine Marketingerfindung. Gemeint sind Nahrungsmittel, die besonders positive Wirkungen für unseren Körper haben sollen, z.B. besonders viel von bestimmtem Nährstoffen oder Vitaminen enthalten sollen. Meist eint diese als Superfoods besonders beworbenen Produkte oder Lebensmittelzusätze, dass sie exotisch sind und per Flugzeug oder Containerschiff einen weiten Weg bis zu uns zurücklegen. Es sind daher in der Regel auch kein frischen Lebensmittel.

Frau Dittmer verglich die „Exoten“ mit vielen heimischen Lebensmitteln in Bezug auf die gesunden Inhaltsstoffe. So trat klar zu Tage, dass wir uns mit regionalen Lebensmitteln sehr gesund, dazu preisgünstiger und auch deutlich umweltfreundlicher ernähren können. Unsere Lebensmittel von vor Ort sind nicht nur frisch, sondern werden auch nach den weltweit mit am höchsten Qualitätsanforderungen hergestellt. Mit den regionalen Superfoods hat man also auch die beste Produktsicherheit.

Natürlich ist es interessant, neue Geschmäcker und neue Produkte zu probieren, aber ums uns nahrhaft, gesund und abwechslungsreich zu ernähren, brauchen wir die sogenannten Superfoods aus aller Welt nicht. Um den Gedanken anzuregen: Um mal etwas Neues zu essen, könnte man auch ein Hirsegericht probieren und müsste nicht aus Südamerika importierten Quinoa nehmen. Beide punkten mit nahezu identischen Nährwerten und liefern Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe, Antioxidantien und sind glutenfrei. Anstatt von Chiasamen kann man Leinsamen verwenden, um sich gut mit ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen zu versorgen. Anstatt von Moringapulver könnten es Kresse oder Spinat sein. Letztere liefern sogar deutlich mehr Eisen. Açaí-Beeren in Pulverform können wunderbar durch frische Heidelbeeren ersetzt werden. Beide stehen sich mit ihrem Gehalt an Antioxidantien nichts nach.

Mit dem Frühstück des Teams der Heiligenthaler Wassermühle, den angeregten Gesprächsrunden an den Tischen und dem informativen Vortrag kamen drei wunderbare Zutaten für einen schönen Samstagvormittag zusammen!

Kinobesuch

Sonntag Vormittag trafen sich 30 Landfrauen im Kino zu “ The Hours“.

Nach diesem sehr bewegendem Film um die Schicksale dreier Frauen gab es interessante Gespräche mit Ballettdirektor Olaf Schmidt vom Stadttheater Lüneburg, der die Emotionen des Films in einem Ballettstück ausdrückt. (Theater trifft Kino) 

Leider gibt es keine Fotos zu diesen bewegten Bildern. 😉

Leselust „Mrs. Dalloway“

Zuerst waren wir überrascht, wie viele Ausgaben und Übersetzungen es von dem Buch Mrs. Dalloway von Virginia Woolf gibt. Das Buch ist weit mehr als ein Klassiker der Literatur, nämlich ein Mythos. Das faszinierende am Roman ist die Art des Erzählens, die dem Leser einen Einblick in das Innenleben der Personen gewährt. Eindrücke, Visionen, Melancholie, Witz, Wehmut, Romantisches, Tragisches, Lyrisches, Wünsche, Schwächen und Gedanken sind große Leistungen des Romans. Die Schriftstellerin schrieb das Buch im Jahre 2024 und ist eine Vorkämpferin der Frauenbewegung. Ein Hauptthema des Buches ist die psychische Leidensgeschichte des Septimus, die ihrer eigenen Krankheitsgeschichte sehr ähnlich war. Mrs. Dalloway ist eine Figur des Romans, die einen Tag im Leben verschiedener Londoner schildert und ihre Vorbereitungen für eine Abendgesellschaft in ihrem Haus trifft. Hier schwingt die Botschaft mit, Frauen ihre Träume verwirklichen zu lassen, damit sie nicht eines Tages nur durch ihre Rolle als Ehefrau und Mutter definiert werden.  Dieser Roman zeigt, dass nichts ist, wie es von außen scheint. Die Geschichte transportiert die leidenschaftliche Botschaft für Frieden, denn der Krieg kennt nur Verlierer.

Es fand ein reger Austausch über die Schreibweise und den Inhalt statt. Jetzt sind alle gespannt auf den Kinofilm „Die Stunden“.