Use it or loose it
„Das Hirn als Schrittmacher für gesundes Altern“


Wie jeder selbst Einfluss auf ein gesundes Altern nehmen kann, erfuhren 95 interessierte Kirchgellerser LandFrauen von Prof. Dr. med. Henning Henningsen. Der Chefarzt der Neurologie des Lüneburger Klinikums hat anschaulich und lebhaft darüber referiert, wie wichtig es ist, sich körperlich und geistig in Bewegung zu halten.


Erstes „Learning“ dieses Vortrags in Reppenstedt am 24. Oktober war: “Use it or loose it.” Nutze es oder verliere es. Altersvergesslichkeit und auch Altersstarrsinn kommen früher oder später auf uns zu, aber indem man sich im Alltag immer wieder auf Trab hält, kann man diesen natürlichen Alterungsprozess der kognitiven Leistungen hinauszögern. So kann man sich zum Beispiel wie gewohnt einen Einkaufszettel schreiben, aber ihn im Geschäft in der Tasche lassen und aus der Erinnerung einkaufen.


Falls jemand über die englischen Begriffe gestolpert ist sei gesagt, dass auch das Lernen einer Sprache das Hirn sehr gut zu Denkleistungen und damit zum Erhalt seiner Leistungsfähigkeit anspornt. Vielleicht brauchen die Enkel mal jemanden zum Vokabeln abfragen!


„Bewegung rauf, Blutdruck runter.“ So lautete der zweite Merksatz. Führen sie mal das linke Knie zum rechten Ellenbogen und dann andersherum. Rollen sie sich im Liegen mal wie ein Ball, indem sie die Arme unter den Kniekehlen zusammenhalten. Das sind zwei der vielen Übungen, mit denen man täglich in Schwung bleiben kann.


Professor Henningsen klärt aber auch über die Grenzen der eigenen Einflussnahme und das Krankheitsbild der Demenz auf.


Die Kräfte lassen im Alter nach. Damit wird sich jeder abfinden müssen. Aber zu wissen, dass man Einfluss darauf nehmen kann, gesund zu altern und länger fit zu bleiben, „damit kann man doch gut nach Hause gehen,“ so das Fazit einer Teilnehmerin.