Lesung – „Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind…“

Dieses Shakespeare Zitat wählten die Autorinnen Frau Kleinböhl-Wolff, Südergellersen und Frau Johannsen, Bardowick als Titel für die Lesung. Als Veranstaltung des LandFrauenvereins Kirchgellersen ein Novum: Das Lesen eigener Gedichte und Kurzgeschichten, in den Pausen Harfenklänge, gespielt von der jungen Musikerin M. Martens, Lüneburg.

Texte und Musik nahmen uns mit auf eine Reise durch das Leben, traurige Zeiten wie sie Robert erlebt, der von Rebecca verlassen wird, glückliche Momente wie im Gedicht „Summertime“ – Sommerabende im Italienurlaub.

Die Autorinnen schreiben mit tiefgehenden Worten und einer bildhaften Ausdrucksweise über eigene Erfahrungen und Erlebnisse. Kein Wunder also, dass ein reger Gedankenaustausch zwischen den Zuhörerinnen und den Autorinnen der Lesung folgte.

Sichtlich zufrieden und voller Lob für die gelungene Veranstaltung machten sich 25 LandFrauen auf den Heimweg, vielleicht mit dem Vorsatz: „Jetzt versuche ich mich auch im Schreiben!?“

Viel gelernt in der Autowerkstatt

Am 24. August 2021 hat die KFZ-Werkstatt Theilmann in Salzhausen der interessierten LandFrauengruppe aus Kirchgellersen viele viele Fragen beantwortet und umfangreich den Wissensstand rund ums Auto erweitert. Inhaberin Marlies Theilmann hat gemeinsam mit ihrer Tochter sowie Meister Enno Schlumbohm und Lehrling Christian anschaulich erläutert, was rund ums Auto gut zu wissen ist.

Zunächst sollte jede und jeder, um sich helfen zu können, das Mobiltelefon im Auto laden können. In älteren Autos ohne USB-Anschluss kann mithilfe von Adaptern über den Zigarettenanzünder geladen werden. Das Handy sollte immer betriebsbereit sein. Hilfe rufen sollte man z.B. ehe man auf die ungute Idee kommt, das Auto selbst zu überbrücken. Die Elektronik des Autos verträgt die Spannungsspitzen, die dabei auftreten nicht, wenn man dies als Laie macht. Ein weiterer Fall, in dem man doch auf professionelle Hilfe angewiesen ist: Autos mit Automatik dürfen nicht abgeschleppt werden. Ihr Getriebe verträgt es nicht.

Aber mit dem Wechseln von Scheibenwischerblättern, von Kühlflüssigkeit, Scheibenwaschwasser usw. kennen die Teilnehmerinnen sich nun aus. Das Motorsteuergerät, gelbe Warnlampen, rote Warnlampen und auch typische Geräusche für bestimmte Defekte können sie jetzt einschätzen. Wenn Winter- und Sommerreifen gewechselt werden, muss natürlich ein Drehmomentschlüssel zum Anziehen der Radmuttern verwendet werden, denn es kommt auf die jeweils richtigen Newtonmeter an, damit sie auch richtig angezogen werden. Dies und vieles mehr haben die Teilnehmerinnen erfahren. Im Nu waren zweieinhalb Stunden vergangen.

Der Einblick in das Auto, unter das Auto und in die Firma Theilmann war sehr anschaulich und aufschlussreich. Ganz einfach, weil Familie Theilmann und ihre Mitarbeiter mit Herzblut dabei sind, wenn sie über ihre Arbeit sprechen und ihr Fachwissen nahebringen.

Wanderung Biosphärenreservat

Unsere Wanderung am 19.06. startete schon früh morgens mit 13 LandFrauen bei hohen Temperaturen. Mit der Fähre ging es ab Neu Darchau über die Elbe nach Preten, wo unsere beiden Naturführerinnen in der Storkenkate auf uns warteten.

Entlang des Biosphärenreservats wanderten wir durch eine kleine Obstbaumallee mit erlebnisreichen Einblicken in die Sudeniederung mit ihren „Auerochsen (Heckrindern) und Wildpferden (Koniks)“ auf einer 500 ha großen Fläche. Die Schattenplätze nutzen wir, um die Landschaft Elbtalaue auf uns wirken zu lassen. Die Niederung der Sude, ein Nebenfluss der Elbe, liegt im EU-Vogelschutzgebiet wo noch Knäckente, Wachtelkönig, Kiebitz und andere Wiesenvogelarten brüten. Auch Biber sind dort ansässig und wir konnten ihre hervorragenden Bauten bewundern. Leider waren sie nicht zu sehen.

Das Feuchtgrünland ist für den Weißstorch ein idealer Lebensraum und wir haben über die Flugrouten der Störche viel erfahren. Die Stork Foundation ist eine Stiftung die den Störchen weitflächige Projektgebiete schaffen, in denen sie gute Lebensbedingungen vorfinden.

Im Cafe „zum schwarzen Schaf“ am alten Bahnhof in Preten haben wir mit Erdbeertorte und Klönschnack den heißen Tag ausklingen lassen.

Stadtführung in Lüneburg

Stadtführung in Lüneburg

Die 1. Präsenzveranstaltung nach mehr als 7 Monaten!

Das sollte etwas Besonderes sein: „Der Rote Narr“ alias Francois Infray nahm 10 LandFrauen mit auf eine Stadtführung durch Lüneburg und unterhielt sie auf seine ganz eigene Art: Gaukeleien, Zaubereien, Feuerskunst bis hin zum Regisseur beim Straßentheater „Tristan und Isolde“, gespielt von 2 mutigen Damen aus der Gruppe.

Es wurde herzlich und viel gelacht. So ganz nebenbei erfuhren die begeisterten Damen viel über die Lüneburger Stadtgeschichte: Der Straßenname „Am Iflock“ birgt kein Geheimnis mehr und wo der Amtsschimmel wiehert, weiß nun auch jede der 10 gutgelaunten LandFrauen.

„ Hochbeete – Gärtnern auf kleinem Raum und hohem Niveau“

Dieser Vortrag konnte 22 Teilnehmerinnen am 20. Februar 2021 erfolgreich online angeboten werden. Gefrühstückt wurde gut und lecker zuhause und dann trafen sich die Landfrauen in einer Teams-Konferenz mit der Referentin Sabine Dralle von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Hochbeete liegen stark im Trend. Sie sind gut für den Rücken, schützen vor Wühlmäusen und Schnecken und ermöglichen sogar eine ganzjährige Ernte.

In der richtigen Arbeitshöhe macht Säen und Ernten noch mehr Spaß und auch die nötigen Pflegearbeiten wie jäten sind schnell erledigt. Natürlich muss das Hochbeet auch bewässert werden.

Frau Dralle stellte viele unterschiedliche Möglichkeiten für den Bau eines Hochbeetes vor. Wichtig ist der Schutz vor Wühlmäusen und dann kommt es auf die richtige Befüllung an. Mit Folien oder alten Fenstern wird das Hochbeet zu einem Früh- und Winterbeet.

Ein Fruchtwechsel sollte unbedingt eingehalten werden, es gab Anregungen für die Anbauplanung, sowie die richtigen Aussaat- und Pflanzzeiten.

Jetzt wünschen wir allen Teilnehmerinnen viel Spaß und Erfolg beim Bauen der Hochbeete und sind schon auf die Fotos gespannt.

Pilzlehrwanderung

Mehrere tausend Pilzarten gibt es in unseren deutschen Wäldern. Aber genießbar sind jedoch längst nicht alle.

Im Oktober machten sich die Landfrauen auf zur Pilzlehrwanderung mit dem Pilzexperten Bernhard Frank. Ausgestattet mit Körbchen und kleinem Messer ging es nach Böhmsholz.

Genießbare, ungenießbare und giftige Pilze waren bereits vom Fachmann gesammelt und wurden mit Namen und den dazugehörigen Merkmalen vorgestellt. Von Stäublinge über Täublinge, manche mit ganz eigenen Geschichten. Und so ging es nach der Pilztheorie in den Wald, um die Körbe zu füllen.

Gesammelt wurden so einige Pilze und unter der fachkundigen Beurteilung des Pilzexperten sortiert.

Das Wetter lud zum Pilze sammeln ein, trocken und sonnig. Nur in letzter Zeit zu trocken, die essbaren Pilze versteckten sich zu gut und waren nicht zu finden.

Somit blieben die Körbe leer und die leckere Pilzpfanne musste verschoben werden.

Es war ein lehrreicher Nachmittag mit vielen Erkenntnissen über Pilze, deren Gefahren und Genuss…

Vortrag zur Demokratie

„Rechtsextremismus ist Gift für unser Land“

So lautete das Thema unserer Auftaktveranstaltung für die 3-Jahres Aktion des NLV, Hannover „DEMOKRATIE MEINT DICH.“

Der Referent Herr Wilfried Manneke berichtete in seinem Vortrag von persönlich erlebten Zwischenfällen in seiner Tätigkeit als Pastor in Unterlüß mit Personen, die der rechten Szene zuzordnen sind.

Die Tatsache, dass es in nur 50km Entfernung von unserem Wohnort verschiedene rechtsextreme Gruppen gibt, die Gleichgesinnte zu sogenannten „Brauchtumsfeiern“einladen, erschreckte die Zuhörerinnen sehr. Bilder und Video-Clips veranschaulichten diese und andere Aktivitäten, mit denen die Gruppierungen auftreten.

In der anschließenden Diskussion formulierten die LandFrauen klar und sehr emphatisch ihre Sorgen und bezogen klar Stellung gegen diese Entwicklung in den Dörfern der Südheide.

Abschließend wurde das Bedürfnis formuliert, Redestrategien kennenzulernen, um rechtsextremistischen Thesen und Äußerungen in Gesprächen klar widersprechen zu können.

Frauenpower

Seit 1911 feiern Frauen den „Internationalen Tag der Frauen“, an dem weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter (=Gleichberechtigung) aufmerksam gemacht wird. Der Tag soll die bisherigen Errungenschaften feiern und Aufmerksamkeit für bestehende Ungleichheiten schaffen. Frauen und Männer sollen dazu ermuntert werden, sich selbst für die Gleichstellung einzusetzen.

Zum ersten Mal hat der LandFrauenverein Kirchgellersen zu einem Aktionsabend eingeladen. Die LandFrauen und einige Gäste trafen sich bereits am 4. März im Dorfgemeinschaftshaus in Südergellersen. 40 Frauen waren der Einladung gefolgt und stimmten sich mit Poetry Texten von Huda Said und einem Gläschen Sekt auf den Abend ein. Dann ging es in einem aktiven Vortrag von Irmtraud Hövermann darum, wie gleichberechtigt wir wirklich sind. Was fehlt den Frauen, damit alle glücklich und zufrieden sein können? Welche Wünsche haben Frauen an eine gleichberechtigte Zukunft. Im Vordergrund stehen dabei die finanziellen Sicherheiten für Frauen. Lohngerechtigkeit und Gleichberechtigung sind in aller Munde. Doch wie geht unsere Gesellschaft tatsächlich damit um? Frauen sind heute so gut ausgebildet wie noch nie. Trotzdem verdienen sie nicht das gleiche wie die Männer. Woran liegt das und was hat das für Folgen? Viele Frauen arbeiten im Minijob oder in Teilzeit und bekommen nur eine kleine Rente. Daher sind viele Frauen finanziell vom Partner abhängig. Höchste Zeit, dass sich in unserer Gesellschaft etwas ändert und wir das Ziel „Die Gleichstellung der Geschlechter im Beruf, in der Familie und im Alter“ erreichen. Vor allem im Portemonaie soll die Gleichberechtigung ankommen.

Bis zum 30. Lebensjahr verlaufen die Verdienstkurven gleich, aber mit der Familiengründung kommt ein Knick in den Lebensverlauf der Frau. Denn nach wie vor schränken sich Mütter in ihren beruflichen Ambitionen zu Gunsten der Kindererziehung und Verantwortung für die Hausarbeit ein. Egal ob voll- oder teilzeitbeschäftigt: Frauen sind doppelt belastet. Weniger Lohn bedeutet weniger Anerkennung und auch weniger Rente. Bei einer Trennung kommt das böse Erwachen für die Frauen. Es kann nicht sein, das die Frauen die Risiken und negativen Folgen alleine tragen müssen. Welcher Mann stellt sich die Frage „Kind oder Karriere?

Die LandFrauen diskutieren heftig über die Themen und Ansichten. Aber am Ende stellen sie gemeinsam ein Plakat mit Wünschen zum Internationalen Frauentag her. Sie wünschen sich eine bessere Anerkennung der Sorgearbeit, flexible und verlässliche Arbeitszeitmodelle von Zeit und Ort für unterschiedliche Lebenssituationen, gleiche Rechte und Pflichten für Frauen und Männer, Gerechtigkeit in Beruf und Rente, Unabhängigkeit, gleiche Verwirklichungschancen und noch einiges mehr.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Anliegen von Frauen und Männer. Die unbezahlte Haus- und Sorgearbeit sollte partnerschaftlich aufgeteilt werden. Die Gleichberechtigung muss in den Familien gelebt werden. Denn die jungen Familien streben eine gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit an. Endlich raus aus den alten Rollenmustern, die uns Menschen bewusst und unbewusst immer noch stark beeinflussen. Die typischen Erwartungen an Frauen und Männern, die geprägt werden von der Familie, Freunden, Arbeitskollegen, Medien, Schule und Werbung. Es ist unbequem gegen gesellschaftliche Vorstellungen von Frauen und Männerrollen zu agieren. Aber es lohnt sich die Sichtweise mal zu ändern. Die Bedürfnisse müssen auf beiden Seiten viel mehr erkannt werden. Erst wenn die Sorge- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich geteilt wird, kann von einer echten Gleichberechtigung gesprochen werden.

Frauen wollen mehr und in ihren qualifizierten Berufen arbeiten und Männer wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen.

Es bewegt sich etwas, in den jungen Familien verändert sich was, in kleinen Stückchen kommen wir der Gerechtigkeit näher. Aber das Ziel liegt noch in weiter Ferne.

Gleichstellung betrifft uns alle: Frauen und Männer. Nur gemeinsam schaffen wir Strukturen für eine gerechtere Zukunft. Es ist eine gesellschaftliche Herausforderung für die Politik und die Wirtschaft.


Machen Sie mit!

Frauenfrühstück Männer verstehen

Ein gut gedeckter Tisch mit Frühstücksleckereien, eine aufmerksame Bedienung durch das Team der Wassermühle Heiligenthal, eine Referentin, die weiß, wie sie ihr Publikum begeistert: das ist das Rezept, das auch das diesjährige FrauenFrühstück zu einer gelungenen Veranstaltung werden ließ.

111 Frauen genossen es, so verwöhnt zu werden und amüsierten sich beim heiteren Vortrag „Jungs sind klasse, wenn man sie versteht! Männer auch!“
Gespickt mit Anekdoten aus dem eigenen Familienleben und aus dem Nichts entstehenden Skizzen veranschaulichte Frau Bianka Reichardt, Erziehungswissenschaftlerin und Therapeutin, nicht nur die unterschiedlichen Denkstrukturen und Reaktionsmuster der Geschlechter sondern zeigte auch Lösungswege auf. Die Frage: „Warum…?“ wird ab sofort ersetzt durch die Worte „Aus welchem Grunde…?“

Welche Wirkung damit erzielt wird, können Ihnen 111 LandFrauen erklären. Fragen Sie sie!

Neujahrsempfang 2020

Den traditionellen Neujahrsempfang in der Sport- und Begegnungsstätte in Kirchgellersen ließen sich 170 Mitglieder und Gäste nicht entgehen.

Nach der Begrüßung ging es zum Buffet. Bei leckeren Speisen und einem Gläschen Wein wurden viele interessante Gespräche an den Stehtischen geführt und es konnte immer wieder herzhaft gelacht werden. 

Nach dem Läuten der Pausenglocke begann der Vortrag: „Warum nicht NORA, sondern NOAH die Arche baute“. Selbstzweifel haben, immer auf der Suche nach eigenen Fehlern sein, sich große Aufgaben nicht zutrauen. Viele Frauen kennen dieses Gefühl. Die Strategieberaterin und Moderatorin Janina Tiedemann erklärt, wie Frauen Herausforderungen richtig angehen. In ihrem spannenden und humorvollen Vortrag gab sie Frauen Selbstvertrauen. Alle Besucherinnen gingen motiviert und gestärkt nach Hause.