„Künstliche Intelligenz im Alltag“ – Heute, Morgen und danach?

Am 10.04.2024 fand in der Heiligenthaler Wassermühle die Veranstaltung zum Thema „Künstliche Intelligenz im Alltag“ – Heute, Morgen und danach? mit dem Referenten Prof. Dr. Ricardo Usbeck von der Leuphana Universität Lüneburg statt.

Nach einem gemeinsamen Imbiss hat Prof. Usbeck den 62 Teilnehmerinnen anschaulich erläutert, wie ChatGPT und andere Text KIs funktionieren und brachte Beispiele für die positive Nutzung von KI z.B. für kreatives Schreiben, bessere Suche im Netz, aber auch negative Nutzung der KI z.B. Fake News. Im Anschluss fand ein reger Austausch zum Thema statt.

Es hat sicher viele Anwesende angeregt mit offeneren Augen in Bezug auf künstliche Intelligenz durch den Alltag zu gehen.

Als Schlussfazit ein Satz des deutschen Ethikrates: „KI darf den Menschen nicht ersetzen“ und ein wichtiger Rat von Prof. Dr. Ricardo Usbeck:

„Menschen müssen KI kompetent nutzen“

Frauentag Vortrag: “Wie schützen sich Frauen vor Gewalt?“

Seit mehr als 100 Jahren setzen sich Frauen für die Gleichberechtigung ein. Unsere heutigen Rechte sind nicht selbstverständlich. Sie wurden von Frauen in jahrelangen unermüdlichen Einsätzen nach und nach errungen. Aber die Gleichstellung ist immer noch nicht erreicht. So setzen die Frauen am 8. März ein Zeichen und fordern weiterhin die Gleichstellung und ihre Rechte.

Auch beim Thema „Gewalt“ sind die Frauen im Nachteil. Was ist Gewalt? Wann fängt Gewalt an? Wie kann ich mich gegen Gewalt schützen?

Diese Fragen konnte Frau Kathrin Richter von der Kriminalprävention beantworten und stellte uns ein Drehbuch der Gewalt vor, wo dargestellt wird, wie der Täter Gewalt inszeniert und seine Opfer aussucht.

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Besser ist es, genau hinzuschauen, der eigenen Wahrnehmung trauen, Handlungsmöglichkeiten durchdenken, eine aktive Entscheidung treffen und HANDELN. Selbstvertrauen in mich und meine Leistungsfähigkeit setzen. Hier kann sich jede Person für etwas anderes entscheiden, denn Menschen sind unterschiedlich.

Wenn man die Möglichkeit hat, bei konkreter Gefahr immer den Notruf der Polizei 110 wählen.

Es gibt für Beratungen viele Hilfetelefonnummern. Bei Gewalt gegen Frauen ist es die 116 016.

Nach dem zweistündigen aktiven Vortrag tauschten sich die Frauen noch in lockerer Runde aus.

Wie super sind Superfoods? – LandFrauenfrühstück mit Vortrag

Am 24. Februar 2024 fand das LandFrauen-Frühstück in der Wassermühle in Heiligenthal statt. Annähernd siebzig Frauen genossen das vielfältige und schön angerichtete Frühstück auf dem Saal der Wassermühle. Auf den geselligen Teil folgte der informative Teil. Als Referentin wurde Frau Heike Dittmer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen begrüßt. Als Fachfrau in Sachen Ernährung hat sie anschaulich geschildert, was dran ist an den sogenannten Superfoods. Schon die Bezeichnung Superfood ist eine reine Marketingerfindung. Gemeint sind Nahrungsmittel, die besonders positive Wirkungen für unseren Körper haben sollen, z.B. besonders viel von bestimmtem Nährstoffen oder Vitaminen enthalten sollen. Meist eint diese als Superfoods besonders beworbenen Produkte oder Lebensmittelzusätze, dass sie exotisch sind und per Flugzeug oder Containerschiff einen weiten Weg bis zu uns zurücklegen. Es sind daher in der Regel auch kein frischen Lebensmittel.

Frau Dittmer verglich die „Exoten“ mit vielen heimischen Lebensmitteln in Bezug auf die gesunden Inhaltsstoffe. So trat klar zu Tage, dass wir uns mit regionalen Lebensmitteln sehr gesund, dazu preisgünstiger und auch deutlich umweltfreundlicher ernähren können. Unsere Lebensmittel von vor Ort sind nicht nur frisch, sondern werden auch nach den weltweit mit am höchsten Qualitätsanforderungen hergestellt. Mit den regionalen Superfoods hat man also auch die beste Produktsicherheit.

Natürlich ist es interessant, neue Geschmäcker und neue Produkte zu probieren, aber ums uns nahrhaft, gesund und abwechslungsreich zu ernähren, brauchen wir die sogenannten Superfoods aus aller Welt nicht. Um den Gedanken anzuregen: Um mal etwas Neues zu essen, könnte man auch ein Hirsegericht probieren und müsste nicht aus Südamerika importierten Quinoa nehmen. Beide punkten mit nahezu identischen Nährwerten und liefern Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe, Antioxidantien und sind glutenfrei. Anstatt von Chiasamen kann man Leinsamen verwenden, um sich gut mit ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen zu versorgen. Anstatt von Moringapulver könnten es Kresse oder Spinat sein. Letztere liefern sogar deutlich mehr Eisen. Açaí-Beeren in Pulverform können wunderbar durch frische Heidelbeeren ersetzt werden. Beide stehen sich mit ihrem Gehalt an Antioxidantien nichts nach.

Mit dem Frühstück des Teams der Heiligenthaler Wassermühle, den angeregten Gesprächsrunden an den Tischen und dem informativen Vortrag kamen drei wunderbare Zutaten für einen schönen Samstagvormittag zusammen!

Neujahrsempfang – Glück ist eine Entscheidung

Zum Neujahrsempfang in der Sport- und Begegnungsstätte kamen 140 LandFrauen und Gäste, die auf das neue Jahr angestoßen haben. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Irmtraud Hövermann folgten freundliche Grußworte von der Bürgermeisterin aus Südergellersen Annette Kammeier und der Kreisvorsitzenden vom Kreisverband der LandFrauen Sabine Block. Das Vorstandsteam gab einen kurzen Rückblick über die Highlights von 2023 und eine Vorschau auf die besonderen Programmangebote in 2024.

Dann warteten die leckeren Häppchen auf dem Buffettisch, die jährlich vom gesamten Vorstandsteam gezaubert werden. Mit einem Gläschen Wein dazu, konnten sich die LandFrauen eine Stunde an den Stehtischen austauschen.

Die Spannung stieg nochmal als der Vortrag „Glück ist eine Entscheidung“ von Anika Schön begann. Ein passendes Thema zum Neujahrsempfang, denn wir wünschen uns alle Glück zum neuen Jahr. Dass wir unser Glück selbst in der Hand haben war nicht allen Teilnehmer*innen bewusst. Wir können unser Glück zu 40% durch unser Verhalten beeinflussen. Lade das Glück zu dir ein durch mehr Achtsamkeit, Zufriedenheit, Dankbarkeit und Liebe. Trage nicht den alten Groll mit dir herum, sondern lerne die kleinen Dinge wertzuschätzen. Es gab für die Umsetzung viele wertvolle Tipps, denn man kann nicht alles beim Alten lassen und gleichzeitig hoffen, dass sich etwas ändert. Die LandFrauen waren begeistert und einfach nur glücklich.

Vortrag vom Chefarzt der Frauenklinik

Am 9. November hielt Prof. Dr. med. Peter Dall im Alten Porthhof in Reppenstedt einen Vortrag zum Thema:  Wieviel Einfluss hat unsere Lebensweise und die Umweltfaktoren auf unsere Gesundheit?

Es gab interessante Einblicke in die Genetik und Epigenetik.  Dabei wurde dargestellt, wie sich der  Lebensstil von Schwangeren auf das Krankheitsrisiko der Kinder auswirkt.

Plastik schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch unserer Gesundheit. Der Weichmacher Bisphenol A ist in fast allen Plastikartikeln enthalten. Besonders gefährlich ist er in Verbindung mit Lebensmittelverpackungen. Wir nehmen den Schadstoff mit der Nahrung auf, er wirkt wie ein überaktives Östrogen und kann zum Beispiel zu Impotenz und Unfruchtbarkeit führen.

Um schwere Krebserkrankungen zu vermeiden, sollten alle Frauen die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Ein gesunder Lebensstil senkt das Brustkrebsrisiko um 25 %. Mit gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität können wir uns gegen Krankheiten wappnen.

Zum Schluss wurden noch einige Fragen beantwortet und erklärt, was eine Endometriose ist.

Irmtraud Hövermann bedankt sich mit einem Präsentkorb bei Prof. Dr. med. Dall für den interessanten Vortrag.

AGL – Besichtigung 2. Termin

Am 07.06.23 machte sich die zweite Gruppe auf zur AGL-Besichtigung.

Es ging mit der interessanten Theorie los, was in unserem Wasser alles so landet, wenn es in der Kläranlage ankommt. Anschließend ging es draußen weiter zur Besichtigung der Klärbecken. Auch hier gab es viel zu sehen und zu staunen.

Von Becken zu Becken wurde das Wasser immer klarer und sauberer.

Und auch dieses Mal fühlten sich die Enten in einem Becken besonders wohl und schwammen vergnügt umher.

Elfenbruch Führung

Auf zu den Orchideenwiesen Elfenbruch, am Hasenbuger Bach, ging es mit der Naturführerin Gudrun Bardowicks.

Unter Orchideen stellt man sich doch eher die Pflanze auf unserer Fensterbank vor. Diese sind allerdings gezüchtete Sorten, zumeist aus Thailand. Unsere heimischen Orchideen sind weitaus kleiner, blühen lila und stehen unter Naturschutz. Die Orchideenwiesen dürfen nicht betreten werden, sondern nur mit Naturführer/innen des NABU´s.

Der NABU pflegt die Wiesen seit dem Jahr 2000. Unterstützt wird die Pflege durch eine Moorschnuckenherde, die nicht nur Gras und Kräuter, sondern auch Binsen, Seggen und auflaufende Baumschößlinge, vor allem Erlen, fressen. Erlen nehmen den Orchideen Licht und Raum zum Wachsen. Der Bestand der Orchideen konnte sich im Laufe der Jahre wieder erholen. Das Wachstum ist aber natürlich auch abhängig von den Wetter. Bei Trockenheit gedeihen die Orchideen nicht so zahlreich. Der Samen bleibt jedoch im Boden erhalten und läuft bei guten Bedingungen auf.

Neben den hübschen Orchideen finden zahlreiche andere Pflanzen und Kräuter ihren Platz auf der Wiese. Z.B. die Knoblauchrauke – schmeckt auch im Salat, der kriechende Günsel – der bei Insekten sehr beliebt ist, der scharfe Hahnenfuß – welcher bitter schmeckt und daher gern stehen bleibt und nicht abgefressen wird, sowie der wollige Schneeball – der aus den heimischen Gärten durch Kompostentsorgung ausgebüxt ist.

Die Orchideenwiesen, eine besonders schönes Stück Natur für Pflanzen und Tiere in Lüneburg.

Messe Gellersen

Es waren wieder interessante Tage auf der Messe Gellersen! Wir haben so viele schöne Gespräche über unser diesjähriges Thema „Datenlücke Frau“ geführt.

Gerade bei unserem Quiz gab es häufig folgende Reaktionen:

  • das hab ich noch nicht gewusst
  • aus dem Blickwinkel hab ich das noch nicht gesehen
  • da muss ich mal drauf achten

Das waren viele tolle Aha-Effekte, aus denen alle Besuchenden etwas mitnehmen konnten.

Mitgenommen wurden auch unsere Preise von unserem Glücksrad, an dem es keine Verlierenden gab.

Mitgemacht haben auch viele bei unserer Messung, die einfach visualisieren sollte, wie sehr wir alle von den Referenzangaben abweichen, die für viele alltägliche Bereiche der genutzte Standard sind und damit oftmals zu verschiedenen Problemen führen.

Wenn Sie mehr über dieses Thema wissen wollen: drei unserer LandFrauen bieten zu diesem Thema einen ca. 1,5 stündigen Vortrag an. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Nicole Dethlefs.

Fit mit dem Pedelec

Das Fahrrad oder die neue Generation von Fahrrädern mit Tretunterstützung, sogenannte Pedelecs, erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Die Nutzung der Pedelecs will jedoch gelernt sein und birgt auch Unfallrisiken.

Um eine sichere Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten, wurde das Programm „sicher mobil“ entwickelt, welches sich mit der sicheren Mobilität von zu Fuß Gehenden, Rad- und Auto Fahrenden befasst. Es richtet sich an alle aktiven Verkehrsteilnehmenden.

So befassten sich die LandFrauen am Freitag, 28. April 2023 mit dem Thema Radverkehr. Herr Schwanitz gehört zum Präventionsteam der Polizei Lüneburg und stellte zuerst im theoretischen Teil die Verkehrsregeln für Fahrradfahrer dar. Es gab Ratschläge, Tipps und Gefahrenhinweise, schließlich möchte man das Unfallrisiko senken.

Dann ging es auf dem Rathausplatz in Reppenstedt weiter mit dem praktischen Teil. Es wurde ein Fahrradparcours aufgebaut und die Frauen konnten das sichere Fahren mit ihren Pedelecs üben. Langsames Slalomfahren, Handzeichen, Schulterblick, holprige Strecken, sicheres Bremsen, ….

Vor jeder Fahrt sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Erfüllt mein Fahrrad die gesetzlichen Bestimmungen?
  • Bin ich gut zu erkennen? (Sichtbarkeit besonders im Dunkeln)
  • Auf Medikamenteneinnahme achten! (Mit dem Arzt besprechen)
  • Verkehrsregeln beachten – Wo darf oder muss ich mit dem Fahrrad fahren?
  • Fahren mit Helm!

Wir wünschen eine gute und sichere Fahrt!

AGL – wir klären das

Was macht eigentlich die Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL)? Dieser Frage sind die LandFrauen Kirchgellersen nachgegangen und haben das Betriebsgelände am Rande von Lüneburg besichtigt.

Zunächst gab es in eine kurzweilige Theorie mit verschiedenen Zahlen, Daten, Fakten – hauptsächlich zum Bereich Abwasser. So haben wir z.B. erfahren, für welchen Einzugsbereich die AGL das Abwasser reinigt und wieviele Einwohnende von dieser wichtigen Dienstleistung profitieren. Interessant war auch die Information, dass das Abwasser ca. einen 3/4 Tag von Kirchgellersen bis zum Gelände der AGL braucht. Welche Reinigungsstufen es anschließend durchläuft, haben wir zusätzlich zur Theorie dann auch live erleben dürfen:

Beginnend mit 3 riesigen Archimedischen Schrauben, die das Abwasser auf eine höhere Ebene bringen, kommt zunächst die mechanische Reinigung, gefolgt von der biologischen und dann der chemischen Reinigung. Durch die offenen Becken und den erläuternden Worten der AGL-Mitarbeiter war gut zu verfolgen, was jeweils in den einzelnen Stufen passiert. Und geruchstechnisch war es auch gut auszuhalten. 😉 Es fühlen sich sogar einige Enten in den Becken heimisch!

Im Anschluss an die Geländeführung war noch Zeit für Fragen und ein paar Worte über einen weiteren Tätigkeitsbereich der AGL, die Betreuung der Grünanlagen in Lüneburg, so dass alle sehr gut informiert den Heimweg antreten konnten.

Das Interesse an diesem Programmpunkt war übrigens so groß, dass die Teilnehmerinnen auf zwei Gruppen aufgeteilt werden mussten, daher folgt am 07.06. ein weiterer Besuch durch die zweite Gruppe.