Wanderung Gut Schnede

Unsere zweistündige Wanderung startete mit 40 LandFrauen und Matthias Schuh von der Grillhütte Garstedt in Richtung Gut Schnede.

Es ging entlang des Luhekanals und üppiger Wiesen, wo wir verschiedene Pflanzen erklärt bekamen, z.B. den Wiesen-Wachtelweizen oder die Zweiblättrige Schachtelblume. Wie erführen auch, dass es weltweit ca. 2000 Arten von Löwenzahn gibt. So gab es immer wieder kurze Pausen für kleine Geschichten von unserem Gärtner Matthias.

Dann ging es rechts in den Wald zur Grotte, die zum Herrenhaus Schnede gehört. Die Herrschaften wünschten sich einen romantischen Ort. Sie ist aus der gleichen Machart wie der berühmte Affenfelsen im Hagenbecks Tierpark.

Die Jugendstilvilla und das Gut wurden um 1907 von dem Hamburger Kaufmann und argentinischen Konsul Wiedenbrück als Familiensitz erbaut.  Es wurden große Ländereien bewirtschaftet und eine bedeutende Fischzucht aufgebaut.

Der jetzige Besitzer betreibt das „Haus Schnede“ als Tagungshaus und es kann für verschiedene Feierlichkeiten gemietet werden.

Zurück wanderten wir an kleinen Teichen vorbei und über die Luhebrücke, wo wir verschiedene Libellenarten und den Jakobskrautbär (Schmetterling), auch Blutbär genannt, beobachten konnten.

Mit Klönschnack und guter Stimmung ging es wieder zum Parkplatz – genau rechtzeitig vor dem einsetzenden Gewitter.

„Danke an Matthias, der unseren Wanderabend mit seinem Wissen und Humor bereichert hat.“

Elfenbruch Führung

Auf zu den Orchideenwiesen Elfenbruch, am Hasenbuger Bach, ging es mit der Naturführerin Gudrun Bardowicks.

Unter Orchideen stellt man sich doch eher die Pflanze auf unserer Fensterbank vor. Diese sind allerdings gezüchtete Sorten, zumeist aus Thailand. Unsere heimischen Orchideen sind weitaus kleiner, blühen lila und stehen unter Naturschutz. Die Orchideenwiesen dürfen nicht betreten werden, sondern nur mit Naturführer/innen des NABU´s.

Der NABU pflegt die Wiesen seit dem Jahr 2000. Unterstützt wird die Pflege durch eine Moorschnuckenherde, die nicht nur Gras und Kräuter, sondern auch Binsen, Seggen und auflaufende Baumschößlinge, vor allem Erlen, fressen. Erlen nehmen den Orchideen Licht und Raum zum Wachsen. Der Bestand der Orchideen konnte sich im Laufe der Jahre wieder erholen. Das Wachstum ist aber natürlich auch abhängig von den Wetter. Bei Trockenheit gedeihen die Orchideen nicht so zahlreich. Der Samen bleibt jedoch im Boden erhalten und läuft bei guten Bedingungen auf.

Neben den hübschen Orchideen finden zahlreiche andere Pflanzen und Kräuter ihren Platz auf der Wiese. Z.B. die Knoblauchrauke – schmeckt auch im Salat, der kriechende Günsel – der bei Insekten sehr beliebt ist, der scharfe Hahnenfuß – welcher bitter schmeckt und daher gern stehen bleibt und nicht abgefressen wird, sowie der wollige Schneeball – der aus den heimischen Gärten durch Kompostentsorgung ausgebüxt ist.

Die Orchideenwiesen, eine besonders schönes Stück Natur für Pflanzen und Tiere in Lüneburg.

Frühjahrsputz in der Natur

Sehr viele LandFrauen und deren Familien sind erfreulicherweise unserem Aufruf, die Gellerser Natur „frühlingsfrisch“ zu machen, gefolgt. Am 10. April haben sie sich an verschiedenen Treffpunkten mit dem passenden Equipment Handschuhe, Müllbeutel und Greifer für die schwer zugänglichen Bereiche ausgestattet und sind in verschiedene Richtungen zu Fuß und mit Rad losgezogen, um dem Müll den Kampf anzusagen.

Und sie haben sehr fleißig gekämpft – sehr viele Mülltüten sind (leider) gut gefüllt an die Sammelplätze zurück gebracht worden. Nicht direkt transportable Stücke wurden fotografiert und im Anschluss durch den Bürgermeister von Kirchgellersen gesondert eingesammelt.

Aber die großen auffälligen Müllstücke sind nicht unbedingt das größte Problem! Die kleinen unachtsam weggeworfenen Zigarettenstummel sind, so unscheinbar sie wirken, eine sehr große Belastung für die Umwelt. Dazu ein paar Fakten, die wir auf der Seite des WWF gefunden haben:

  • Zigarettenkippen enthaltenen 7000 Gifte – neben Nikotin unter anderem: Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
  • Aufgelöst in einem Liter Wasser, tötet eine einzige Zigarette nach vier Tagen Fische
  • In den Fischen können sich manche Gifte sogar ansammeln und kommen so in die Nahrungskette
  • Die Filter sehen aus wie Watte, bestehen aber aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Es dauert Jahrzehnte, bis sie sich zersetzen
  • Zigarettenkippen sind übrigens auch für Kinder eine Gefahr: Allein der Giftnotruf Berlin befasst sich jährlich über 250-mal mit der Frage der Vergiftung von Kindern durch Verschlucken von ganzen Zigaretten oder Kippen. Nikotin ist nach Medikamenten die häufigste Ursache einer Vergiftung im Kleinkindalter.

Wir hoffen, dass viele unserem Beispiel folgen und bei ihren Spaziergängen einfach mal einen kleine Beutel mitnehmen und den Müll, dem sie begegnen einsammeln – auch die kleinen Zigarettenstummel.

Die Natur dankt es uns! Wir sind überzeugt, dass das gute Wetter, das uns begleitet hat, die direkte Belohnung gewesen ist! 🙂

Bei unserer Aktion haben ein paar Helfer gleich noch ungeplant Geocaching betrieben – der zunächst vermeintliche „Müll“ wurde wieder ordnungsgemäß „versteckt“ 😉